Wir hatten zwar schon länger geplant, uns einen Palast anzuschauen, aber sind irgendwie nie dazu gekommen. Und so waren wir an diesem Tag auch nicht wegen des Palastes, sondern wegen einer Ausstellung in unterwegs, die aber eher langweilig und recht klein war. Wir schlenderten also ein wenig orientierungslos durch das Viertel und auf der Suche nach einem Restaurant wurden wir dann von einer Koreanerin angesprochen, die gut Englisch konnte und uns fragte, wo wir her kämen und was wir vor hätten. Sie lud uns ein, mit ihr den Gyeongbokgung Palast zu besichtigen und wir sagten gerne ja.
Das Palastgelände war sehr eindrucksvoll, mit vielen verschiedenen schönen Gebäuden die früher unterschiedlich genutzt wurden und in die man einen Blick werfen durfte. Der ganze Ort hatte etwas Mächtiges und Erhabenes.
Ein paar Tage später hat uns Ejoo eingeladen, mit Na Rae, Bo und ihr zusammen zu einer Textildesign-Ausstellung der Kommilitonen des Fachbereichs Design zu gehen. Wir hatten nicht viel davon erwartet, waren dann aber begeistert von den verschiedenen Arbeiten, die dort präsentiert wurden.
Am 16. Oktober waren wir im größten Vergnügungspark Koreas, in Everland.
Unsere Sprachschule hatte den Ausflug organisiert, inklusive Anreise und Essen. Als wir ankamen sind wir also direkt ins „Deutsche Dorf“ gelaufen, um in einem Fachwerkhaus ein „Deutsches Schnitzel“ zu essen, wahlweise mit Kimchi. Im Hintergrund lief fröhliche Jodelmusik und an den Decken hingen Kronleuchter aus frisch erlegten Hirschgeweihen. Wohl Bekomm’s!
Nach diesem deftigen Mahl waren wir frei und haben gemeinsam mit Miriam der Spanierin den Park erkundet. Als erstes enterten wir die Safari-Wildwasserbahn und wurden dabei ordentlich nass. Zum Glück hatten wir an diesem Tag schönstes Spätsommerwetter, also trockneten wir im Laufe des Tages wieder. Nach der Wasser-Action sprangen wir 5 Meter weiter in die Safari-Bus-Tour. Dabei wurden wir in einem Bus durch ein Gebiet chauffiert, in dem Löwen, Tiger und Bären frei herumliefen, und sahen sogar einen Liger.
Schwer beeindruckt von all der eingeengten Kraft und Wildheit und voller Tatendrang wollten wir unbedingt die steilste (77° Gefälle) Holzachterbahn der Welt ausprobieren. Selbst Zita, die da absolut keine Erfahrung vorweisen konnte, wurde übermütig. Also stellten wir uns in die Warteschlange und wurden bei all dem Geschrei um uns herum immer kribbeliger. Nach einiger Wartezeit ging es endlich los… Oh mein Gott, was für eine Fahrt! Zitas panische Angstschreie waren durch den ganzen Park zu hören und als wir mit zitternden Knien und voller Adrenalin die Wagen verließen, schlotterte sie am ganzen Körper und war furchtbar blass um die Nase. Leider haben wir uns nicht das unverschämt teure Foto gekauft, dass eine in der Bahn installierte Kamera von uns geschossen hatte, denn darauf hätte jeder gesehen, wie unterschiedlich wir auf die Fahrt reagiert haben: Laura und Miriam lachend und kreischend, Zita kurz vorm Herzinfarkt.
Also musste sich Zita erstmal ausruhen und klinkte sich bei der nächsten Attraktion erstmal aus. Als wir alle wieder zusammen waren wurde ihr dann so übel, dass sie sich auf der Toilette übergeben musste. Anschließend ging es ihr besser und wir konnten wieder genießen, was noch vor uns lag. Es folgte ein Tag voller bunter Häuser und Kostüme, mit lächelnd winkenden und tanzenden Angestellten und voller Klischees über die Völker der Welt.
Diese Achterbahn ist der totale superkracher!!
AntwortenLöschenp.s.: Ich liebe dich Zita! ;)
AntwortenLöschenYeah, habt ihr den Liger von mir gegrüßt?
AntwortenLöschenDiese Tiere sind ja doch recht selten! :)
Gabs in dem Park auch Oompa Loompas? :D
Also ist rollercoaster doch nicht so weit von der realität entfernt; immer ein klohäuschen an den ausgang einer üblen achterbahn ;)
AntwortenLöschenIch vermisse Rollercoaster Tycoon :(
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