Bevor wir endlich im Flieger saßen, waren wir schön völlig gestresst und entkräftet. Wir flogen relativ früh, um den Tag für Shanghai nutzen zu können, deshalb mussten wir sehr früh aufstehen. Nach zwei Stunden Schlaf nahmen wir ein Taxi zur U-Bahnstation, fanden aber die Haltestelle des Flughafenshuttles nicht. Wir rannten also mit unseren Koffern die Straße rauf und runter und nahmen irgendwann frustriert die U-Bahn, mussten dann am Flughafen zum Gate sprinten und fielen erschöpft in unsere Sitze.
In Shanghai sammelte uns Frau Ming ein und wir nahmen den Maglev in die Innenstadt. Das ist ein Zug der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 431 km/h übers Land heizt. Weiter ging es mit unserem eigenen Chauffeur und Frau Ming zeigte uns die Stadt. Wir waren völlig überwältigt! Shanghai ist unglaublich modern, überall stehen wahnsinnig hohe, schlanke Wolkenkratzer aus Glas und Metall, die anmutig in der Sonne glitzern. Wir fuhren in den achtundachtzigsten Stock des JinMao Turmes und konnten alles noch einmal aus der Vogelperspektive betrachten, was für ein Anblick!
Wir machten einen kleinen Spaziergang am Hafen und aßen in einem Restaurant unsere ersten echten Frühlingsrollen.
Danach fuhren dann in die Altstadt, um uns den Yu Garten anzusehen. In chinesischen Gärten rahmt jede Tür und jedes Fenster die Schönheit der Natur und ihre Harmonie mit der Architektur ein, als würde man ein Gemälde betrachten. Unsere Reiseführerin erklärte uns alles in eingeübten Sätzen, aber unsere Fragen brachten sie schnell ans Ende ihrer Deutschkenntnisse. Als wir wissen wollten, welches Verhalten in China unhöflich ist, antwortete sie ganz selbstverständlich: „Roter Bambus.“
Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, weil wir mit dem Zug nach Suzhou fahren sollten, dem Venedig des Ostens. Dort erwartete uns eine junge Chinesin, deren Name übersetzt „Jade“ bedeutet. Sie führte uns durch einen weiteren Garten...
... und danach machten wir eine Bootsfahrt in die Altstadt.
Zu Mittag aßen wir in einem sehr alten und wunderschönen Teehaus, das leider nicht beheizt war.
Abschließend schlenderten wir ein wenig herum und kauften uns sehr günstig Süßwasserperlenohrringe, die in Suzhou gezüchtet werden.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof schauten wir noch kurz in eine Seidenfabrik und fuhren dann wieder nach Shanghai zurück.
Als wir abends noch etwas essen wollten, verirrten wir uns in eine Straße voller Massagesalons, wo vollbusige Chinesinnen sich in knappen Outfits auf Betten im Schaufenster räkelten. Einer der Läden hieß „Clitoria“… Wir beeilten uns von dort weg zu kommen, denn nach dem prüden Korea waren wir leicht aus der Fassung zu bringen.
Den dritten Tag hatten wir frei, wir entschieden uns auf eigene Faust den Jadebuddhatempel zu besuchen, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellte. Der Tempel war sehr schön und wir schwelgten in Weihrauch und Gold.
Im Anschluss ließen wir uns noch einmal in die schöne Altstadt fahren und streiften in Ruhe durch die Geschäfte.
Will auch!!! *g*
AntwortenLöschenDas ging ja schnell! Toller erster Reisebericht! Mann China sieht echt aus wie ein großes chinesisches Restaurant... irgendwie wirkt das total künstlich, wie in Disneyland :)
AntwortenLöschenSchade dass ihr kein Foto von der "Clitoria" habt XD Ich frage mich ob der Laden nur für Männer oder nur für Frauen gedacht ist..
Übrigens ist grade die Tage so ein Actionspiel rausgekommen, in dem man in Shanghai rumballert und alle diese schönen Wolkenkratzer umfallen — vielleicht erkennt ihr ja was wieder? http://www.youtube.com/watch?v=YGGTBfAkS8c